Diabetes-Beratung

Klicken für GroßbildDiabetes Mellitus

Eine ausgewogene Ernährung kombiniert mit körperlicher Bewegung ist aus medizinischer Sicht im Prinzip jedermann anzuraten. Sicherlich ist diese Lebensweise für viele nicht leicht umzusetzen, da diealten Essgewohnheiten und der "Innere Schweinehund" nur mit viel Willenskraft zu überwinden sind. Aber für die eigene Gesundheit, vor allem für die Prävention oder auch die positive Beeinflussung einer bestehenden Diabetes, wäre eine Umstellung der Ernährung, kombiniert mit einem körperlich aktiven Lebensstil besonders erstrebenswert. Warum dies so ist, versuche ich im folgendem darzustellen:

Physiologisch wird der Blutzucker hauptsächlich über die Hormone der Bauchspeicheldrüse, Insulin und Glucagon, gesteuert. Insulin sorgt dafür, dass Zucker/Glukose in die Zellen aufgenommen wird, also aus dem Blutkreislauf herausgenommen wird; Glucagon sorgt im Gegensatz dazu, dass Glukose mobilisiert wird, also dem Blutkreislauf zugeführt wird. Dies ist natürlich nur eine grobe Abgrenzung. Beide Hormone greifen in die verschiedensten biochemischen Stoffwechselprozesse ein. Diese alle aufzuzählen und zu erklären würde hier zu weit führen. Wir wollen uns aber anhand eines Beispiels bildlich vorstellen, wie der Blutzuckerspiegel reguliert wird.

Stellen wir uns vor, es ist eine Stunde vor dem Mittagessen. Wir haben seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, unser Blutzuckerspiegel sinkt und wir bekommen Hunger. Das ist das Signal für unserer Körper unsere Energiereserven durch Glucagon zu mobilisieren, um den sinkenden Zuckerspiegel auszugleichen und die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit zu überbrücken.
Nun ist es endlich soweit, das Mittagessen steht auf dem Tisch und schon vor dem Essen beginnt der Körper sich auf die bevorstehende Nahrungsaufnahme einzustellen. Nur durch den Geruch und den Anblick des Essens kann zum Beispiel die Speichelproduktion angeregt werden. Jeder kennt den Ausspruch: "Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen".

Schon beim Kauen wird mit der Verdauung der Mahlzeit begonnen. Im Magen und im Darm wird die Nahrung dann soweit aufbereitet, dass die Nährstoffe aufgenommen werden können. In unserem Interesse steht jetzt die Aufnahme der Glukose über die Darmwand in die Blutbahn, was zur Folge hat, dass der Blutzuckerspiegel steigt. Nun muss der Körper bzw. die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschütten, welches mit Insulinrezeptoren (die sich auf der Oberfläche der Körperzellen befinden) interagiert, damit der Zucker von den jeweiligen Körperzellen aufgenommen und verwertet werden kann und der Blutzuckerspiegel somit im grünen Bereich bleibt.

Beim Stoffwechselgesunden werden durch dieses Regelsystem Blutzuckerschwankungen rasch und nachhaltig ausgeglichen. Beim Diabetiker ist dieses Regelsystem gestört. Man unterscheidet hierbei den Typ 1 Diabetiker, der kein oder kaum noch Insulin selbst produzieren kann und den Typ 2 Diabetiker (90-95% der Diabetiker sind Typ 2 Diabetiker und 80% der Typ 2 Diabetiker haben Übergewicht), der zwar eigentlich noch genügend Insulin produziert, dessen Körperzellen aber nicht mehr auf das Insulin reagieren. Man spricht auch von einer Insulinresistenz. Diese Insulinresistenz hat häufig erbliche Gründe, wird aber durch unsere Lebensweise noch verstärkt.
Zum einen wird durch den Überfluss an Nahrung zu viel Energie aufgenommen, zum anderen durch mangelnde Bewegung zu wenig Energie verbraucht. Die überschüssige Energie wird durch den Einfluss von Insulin in Fettzellen gespeichert. Dieses System hat noch seinen Ursprung in der menschlichen Frühgeschichte. Unsere Vorfahren mussten sicherlich zum Beispiel im Winter lange Zeit von ihrem "Winterspeck" zehren, den sie sich im Spätsommer und Herbst angelegt hatten. Für Ihn war es sinnvoll und lebensnotwendig, die überschüssige Energie in Form von Fett zu speichern. Zum Glück gibt es in unserer heutigen Zeit in den Industrienationen keine solchen Hungerperioden mehr. Die Eigenschaft Energie in Form von Körperfett zu speichern funktioniert aber nach wie vor. Da wir meist ständig zu viel Essen und zu wenig verbrauchen, versucht der Körper auf eine gewisse Art und Weise gegenzuregulieren; die Körperzellen nehmen weniger Glukose auf, in dem sie nicht mehr so gut auf das Insulin reagieren (zum Beispiel durch Verringerung der Anzahl der Insulinrezeptoren), was zur Folge hat, dass der Blutzuckerspiegel steigt. Die ansteigende Blutzuckerwerte verschlechtern nun die Insulinresistenz, was zu einem weitern Anstieg der Blutzuckerwerte führt mit wiederum ungünstigen Einflüssen auf die Insulinresistenz.

Ein echter Teufelskreis, der sich nur durch wirksame Eingriffe in die Insulinresistenz durchbrechen lässt. Hier hilft dann nur noch der Gang zum Arzt. Oft wird aber der Arzt nicht nur oder keine Medikamente verschreiben, sondern mehr Bewegung und eine weniger energiereiche Nahrung verordnen. Mehr Energie durch Bewegung verbrauchen und nicht zu viel Energie über die Ernährung zu sich nehmen, kann ausreichen den Blutzuckerspiegel wieder in gesunde Bahnen zu lenken.

Somit sind wir wieder bei der ausgewogenen Ernährung kombiniert mit körperlicher Bewegung, die im Prinzip jederzeit umzusetzen ist, kein zusätzliches Geld kostet, aber unserer Gesundheit viele Vorteile bringt und zusätzlich unser Gesundheitssystem entlastet. Alle vier "B"s des metabolischen Syndroms lassen sich durch Gesunde Bewegung und Ernährung positiv beeinflussen: Blutdruck, Blutfettwerte, Blutzucker und Bauchbetontes Übergewicht.

Klicken für GroßbildReicht die Umstellung der Lebensweise nicht aus, wird der Arzt sicher Medikamente verordnen, die je nach Wirkstoff die Verwertung der aufgenommenen Nahrung beeinflussen, die körpereigene Insulinproduktion steigern oder auch die Insulinresistenz bekämpfen. Wenn der Blutzucker durch die Einnahme oraler Anti-Diabetika nicht in den Griff zu bekommen ist, hilft nur noch die Substitution von Insulin per Injektion. Auch wenn viele Diabetiker Angst davor haben sich einmal selbst Insulin zu spritzen zu müssen, ist diese Angst eigentlich unbegründet. Der Umgang mit Insulin-Pens ist leicht zu erlernen und eine zuverlässige Methode den Blutzucker richtig einzustellen. Natürlich können Sie sich bei möglichen Fragen zu Ihrem Insulin-Pen oder Ihrem Blutzuckermessgerät jederzeit an uns wenden.

Klicken für GroßbildUnd auch bei der Lebensstilveränderung können wir Sie in der Apotheke unterstützen. Zum einen können wir Ihnen Anregungen für eine gesunde Ernährung geben, zum anderen gibt es auch sinnvolle Medikamente, die Ihnen beim Abnehmen in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und mehr Bewegung helfen können. Ein interessantes Produkt mit dem Wirkstoff Orlistat ist rezeptfrei erhältlich. Siehe dazu www.orlistat-hexal.de.


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